Islam
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25. Mai 2017

Das Wort „Islam“ kommt aus dem Arabischen und kann sowohl Frieden, Barmherzigkeit, Hingabe, wie auch Unterwerfung und Gehorsam bedeuten. Wie das Judentum und das Christentum ist der Islam eine monotheistische Religion.

Gemeinsam mit Juden und Christen berufen sich Muslime auf Abraham als Stammvater. Sie kennen das Alte Testament und auch Jesus Christus, stufen ihn aber als Propheten ein und nicht als Sohn Gottes. Wie die Christen glauben auch die Muslime an ein Leben nach dem Tod und teilen mit ihnen die Hoffnung auf das Paradies. Auch Allah ist barmherzig und verzeiht den Menschen, die ihre falschen Taten bereuen.

Das Kernstück des islamischen Glaubens ist der Koran, die Heilige Schrift des Islam. In ihm sind alle Gebote und Regeln für ein muslimisches Leben enthalten. Gemäß dem islamischen Glauben empfing der Prophet Mohammed im Jahr 610 n. Chr. vom Erzengel Gabriel die ersten Worte für den Koran. Es dauerte weitere 22 Jahre, bis Mohammed den Koran kurz vor seinem Tod fertig gestellt hatte. Der Koran lehrt Verhaltensweisen wie Gerechtigkeit, Beharrlichkeit und Geduld, Freigebigkeit und Enthaltsamkeit, Gehorsam und Dankbarkeit, Solidarität und Aufrichtigkeit. Die Vorschriften des Korans wirken wie ein Gesetzbuch für das Alltagsleben der Gesellschaft. Sie regeln, wie Menschen ihr Zusammenleben gestalten sollen und was Recht und Unrecht ist.

Gläubige Muslime halten sich an fünf Grundpflichten, die fünf Pfeiler des Islam. Diese sind: Das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses, das Gebet (fünfmal am Tag), das wohltätige Verhalten gegenüber Armen und Hilfsbedürftigen, das Fasten während des Fastenmonats Ramadan (der neunte Monat des islamischen Mondkalenders) und die Wallfahrt nach Mekka - der Hadjdj -, die allen Muslimen, Männern und Frauen gleichermaßen, vorgeschrieben ist, sofern sie gesund sind und sich die Reise leisten können.

Als Mohammed, das „Siegel der Propheten“, im Jahr 632 n. Chr. in Medina stirbt, brechen Konflikte der untereinander rivalisierenden Araberstämme erneut auf. Aus den unterschiedlichen Auffassungen, wer die legitime Nachfolge des Propheten Mohammed antreten können, entstanden die beiden größten Glaubensrichtungen des Islam: Sunniten und Schiiten. Die Sunniten stellen mit 85 Prozent die größte islamische Glaubensrichtung der Muslime dar, die Schiiten sind die zweitgrößte religiöse Gruppierung des Islam. Die beiden Richtungen des Islam unterscheiden sich in der Sicht auf die Herrschaft des obersten Führers - des Kalifen bei den Sunniten und des Imam bei den Schiiten. Für die Sunniten ist der Kalif ein Führer, der wegen seiner weltlichen und politischen Vermögen gewählt wird. Die Schiiten glauben hingegen an einen gottähnlichen und damit unfehlbaren Führer, der der rechtmäßige Nachfolger Mohammeds und Alis - des Schwiegersohns Mohammeds - ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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