Totentanz
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25. Mai 2017

 

Geistliches Zentrum Windberg | Totentanz
 

Der Totentanz (französisch Danse macabre) ist die seit dem 14. Jahrhundert aufgekommene Darstellung der Gewalt des Todes über das Menschenleben in allegorischen Gruppen, in denen die bildliche Darstellung von Tanz und Tod meist gleichzeitig zu finden sind.

Von 1347 bis 1353 starb etwa ein Drittel der europäischen Bevölkerung an den Folgen von Pest, Unterernährung und schlechter Ernte. In dieser Zeit kam es an verschiedenen Orten in ganz Europa, besonders aber im deutschsprachigen Raum, zu einer Tanzwut. In Italien entstand damals z.B. die Tarantella, ein wilder Tanz, dessen Ekstase angeblich durch den Stich einer Tarantel hervorgerufen wurde. So wurde der Tanz mit dem Bild des Todes verknüpft.

Hervorgehoben wurde der egalisierende Aspekt des Todes, vor dem alle gleich sind; ja, der in den alten Darstellungen den Armen immer etwas freundlicher gegenübertritt als den Mächtigen und Reichen.

 

So hatten die Totentänze eine gewissermaßen stabilisierende Funktion in der mittelalterlichen Ständegesellschaft, indem sie auf eine später folgende Gerechtigkeit verwiesen. Wichtig war daher auch der Hinweis auf das kommende Gericht. Um beide Aspekte der einfachen Bevölkerung nahezubringen, war eine Darstellung mit eindringlichen Bildern und einfachen, gereimten Texten ein optimales Mittel.

So hatte der Totentanz im Mittelalter einen starken Bezug zum Leben, indem er zu einem "sündenfreien" Leben in der "gottgegebenen" Ordnung aufrief.  In der heutigen Zeit steht im Zusammenhang mit dem Totentanz mehr der Gedanke des Sterben müssen im Vordergrund.





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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