Evangelium
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30. März 2017

Geistliches Zentrum Windberg | Evangelium

 

 

Das Wort "Evangelium" kommt aus dem Griechischen (eu-angelion) und bedeutet "frohe Botschaft". Im Neuen Testament finden sich vier Evangelien; sie sind die Quellen, die über Jesus berichten. Sie erzählen uns von der Geburt Jesu, von seinem Wirken, seiner Kreuzigung und seiner Auferstehung. Dies wurde nötig, da Jesus selbst keine Schriften hinterlassen hatte. Die Erzählungen über Jesus wurden lange Zeit mündlich überliefert.

Das Matthäus-Evangelium steht an erster Stelle, da lange Zeit angenommen wurde, dass es das älteste Evangelium ist. Heute sind die meisten Bibel-Forscher jedoch der Meinung, dass das Markus-Evangelium noch vor dem Matthäus-Evangelium niedergeschrieben worden ist. Es entstand um das Jahr 80 nach Christus. Matthäus war möglicherweise ein uns nicht näher bekannter jüdisch-christlicher Lehrer, wahrscheinlich war er ein Schüler der Apostel. Das uns überlieferte Evangelium wurde auf Griechisch abgefasst und nutzte darüber hinaus das Markus-Evangelium als Vorlage. Es bediente sich auch eines weiteren Textes, von dem andere Evangelisten ebenfalls Kenntnis hatten, der aber leider nicht erhalten blieb. Matthäus legt Wert auf die Interpretation der Gestalt Christi als Messias, den Erlöser Israels, der sich den Menschen in der Tradition der Prophezeiungen des Alten Testaments offenbart.

Markus ist wahrscheinlich der erste Evangelist, der das Leben Jesu dokumentierte. Es wurde vermutlich um 70 nach Christus niedergeschrieben.
Das Markus-Evangelium beginnt direkt mit dem Wirken Jesu, seine Geburt und Jugend überliefert Markus nicht. Im Zentrum des Evangeliums stehen die Erzählungen vom Tod und der Auferstehung Christi und ein Großteil der Schrift ist der Passion, dem Leiden Christi, gewidmet.


 

Lukas war wahrscheinlich Arzt. Sein Evangelium datiert aus der Zeit 80 bis 90 nach Christus und ist vermutlich in Kleinasien, der heutigen Türkei oder Griechenland entstanden. Er schildert in allen Einzelheiten die Geburt Jesu. Die Erzählung der Weihnachtsgeschichte, wie wir sie kennen, entnehmen wir dem Lukas-Evangelium. Lukas trat mit dem Anspruch auf, einen Tatsachenbericht zu verfassen und die Geschichte Jesu wahrheitsgemäß wiederzugeben. Er wollte die Verkündigung der frohen Botschaft historisch und theologisch zuverlässig überliefern und berief sich auf Augenzeugen zurückgehender Überlieferungen. Lukas kannte wohl das Markus- und das Matthäus-Evangelium. Aufgrund der vielen, teils wörtlichen Gemeinsamkeiten spricht die Forschung bei den drei Evangelisten von den Synoptikern (Synopsis, griechisch: "Zusammenschau").

Das vierte und letzte Evangelium ist das Johannes-Evangelium, das etwa um 100 nach Christus entstand. Das Johannes-Evangelium unterscheidet sich ganz erheblich von den drei übrigen synoptischen Evangelien. Viele der Ereignisse, die bei den Synoptikern zur Sprache kommen, fehlen bei Johannes. Während bei Markus, Matthäus und Lukas die Erzählung abwechslungsreich und der Handlungsverlauf von Aktivität gekennzeichnet ist, wird das Johannes-Evangelium durch einen kontemplativen, meditativen Ton geprägt, in dem die Belehrungen und Reflexionen Jesu im Vordergrund stehen. Das Johannes-Evangelium beginnt die Jesusgeschichte mit der Erzählung seiner Taufe. Wie schon Markus erwähnt auch Johannes die Geburt Jesu mit keinem Wort.

 

 

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