Spiritualität
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30. März 2017

 

 

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 abendstimmung

Das Wort „Spiritualität“  hat in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Karriere gemacht. Erst vor etwa vier Jahrzehnten ist es im deutschen Sprachraum heimisch geworden, heute ist es ein Modewort zur Bezeichnung höchst unterschiedlicher Angebote, Übungen, Traditionen, Zustände, Gefühle und Wirklichkeitsdeutungen.

Die Wurzel des Begriffs „Spiritualität“ stellt das lateinische Adjektiv „spirit(u)alis“ dar, eine christliche Wortbildung, mit der schon früh die Mitte der christlichen Existenz bezeichnet wurde. Das entsprechende Hauptwort „spiritualitas“ ist bereits im 5. und 6. Jahrhundert nachweisbar. Inhaltlich verweist das Wort auf den Heiligen Geist und sein Wirken; „Spiritualität“ ist das vom Geist Gottes erweckte und geschenkte Leben, das geistliche Leben.

Christliche Spiritualität ist primär nicht eine Lehre, sondern ein Lebensvollzug. Es geht um meinen Lebensvollzug als Christ in der Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, den ich in meiner konkreten Lebenssituation realisieren soll. Daher ist christliche Spiritualität zunächst einmal die Verwirklichung meiner Berufung, der Prozess, in dem ich zu dem werde, als der ich von Gott gemeint bin.

Dabei unterscheidet sich christliche Spiritualität von der Spiritualität östlicher Religionen wie Buddhismus oder Taoismus oder von „spirituellen“ Angeboten wie Qi Gong, Tai Chi oder Yoga.

Christliche Spiritualität wendet sich an einen Gott, der ein konkretes „Du“ ist, der in Jesus Christus Menschengestalt angenommen hat. Christliche Spiritualität lebt nicht aus der Forderung, dass der Mensch sich selbst erlösen muss, sondern aus dem Wissen, durch Jesus Christus bereits erlöst zu sein. Von Jesus Christus geht alle christliche Spiritualität aus und auf ihn nimmt sie Bezug, auf ihn und sein befreiendes, heilendes Handeln.

Christliche Spiritualität ist ein Lebensprozess, in dem der Mensch eingeladen ist, sich von Gottes heilendem Wirken ergreifen zu lassen. Bei diesem Prozess geht es letztlich um die Verwandlung des ganzen Lebens - also von Leib, Seele und Geist. Diese Verwandlung reicht bis in die Tiefe des menschlichen Seins - bis hin zur grundlegenden Lebenseinstellung. Weil es christlicher Spiritualität folglich um einen persönlichen Reifungsprozess geht, gehört zu ihr die Auseinandersetzung mit der eigenen Person, ihren Stärken und Schwächen.

Christliche Spiritualität heißt also nichts weiter und nicht weniger als „Leben aus dem Geist Jesu Christi“. Die Grundlage, aus der sich die eigene und individuelle Spiritualität nährt. Dort, wo wir eine lebendige Beziehung zu Gott haben, wirkt er durch seinen Geist in unser Leben hinein und verwandelt die Gestaltung unseres Lebens.

 

 

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