Judentum
Registrieren
21. Oktober 2017

Das Judentum ist mit etwa 4.000 Jahren die älteste der monotheistischen Religionen. Seine Entstehung kam einer religiösen Revolution gleich. Erstmals glaubten Menschen nicht mehr an eine Vielzahl von Gottheiten, sondern nur noch an einen einzigen Schöpfer. Mit dem Judentum beginnt die Zeit der Schriftreligionen.
Geschätzten zwei Milliarden Christen und 1,3 Milliarden Muslimen stehen 13 – 15 Millionen Juden gegenüber. Ein Grund für die geringe Zahl ist die Tatsache, dass Juden nicht missionieren, also keine neuen Anhänger ihrer Religion werben. Die Vernichtung der Juden im Dritten Reich hat darüber hinaus bis heute ungeheure Verwundungen hinterlassen: Der Shoah fielen etwa sechs Millionen Juden zum Opfer.
Das Judentum ist eine Religion der Schrift. Die jüdische Heilige Schrift, der Tanach, besteht aus drei Büchern: Thora (hebräisch: Weisung), Nebi'im (Propheten) und Ketubim (Schriften). Außerdem gibt es den Talmud, die rabbinische Auslegung der Thora und ihrer Gesetze. Mittelpunkt und Quelle des jüdischen Lebens ist die Thora. Sie umfasst die fünf Bücher Mose. Bei den Christen sind diese fünf Bücher Teil des Alten Testaments.
Der Koran (Sure 21, 51 - 67) erzählt vom Stammvater Abraham, der auch im Islam und im Christentum eine große Rolle spielt. Auf ihn führt der Koran die Entstehung des Glaubens an den Einen Gott zurück: Gott erscheint dem Nomaden Abraham und erwartet von ihm Treue und Loyalität.

Nun lebt Abraham aber zu einer Zeit, in der die Menschen nicht einen Gott (Monotheismus), sondern viele Götter (Polytheismus) verehren. Abrahams Vater glaubt nicht an den Einen Gott, sondern verkauft kleine Götzen und Götter-Statuen. Abraham zerschlägt den kompletten Warenbestand seines Vaters, nur eine der Statuen - und zwar die größte - verschont er. Dieser steckt er den Prügel in die Hand und tut so, als wäre das zerstörerische Werk von dieser Götzenstatue ausgegangen. Einerseits will Abraham seinen Leuten damit vor Augen führen, dass der Glaube an falsche Götter sinnlos ist. Andererseits ist die Geschichte ein Bild dafür, dass der Eine Gott, der Gott Abrahams, keine anderen Götter neben sich duldet.
Genau das ist die bahnbrechende Kulturleistung, die vom jüdischen Volk ausgegangen ist. Der Gott der Juden wird alle anderen Götter verdrängen, die jüdische Religion großen Einfluss auf die Weltreligionen nehmen. Abraham und seine Nachkommen, die vor knapp 4000 Jahren gelebt und die Stämme Israels begründet haben, waren nur ein kleines Volk - aber mit großer Wirkung. Die mächtigen Hochkulturen des Erdkreises, die Ägypter, die Mesopotamier, Sumerer und Babylonier, die Griechen und Römer sind heute längst vergangen. Genauso gehören ihre religiösen Vorstellungen und Glaubenswelten, ihre vielen Götter, der Vergangenheit an. Doch das kleine jüdische Volk, das politisch nie eine Supermacht war, sondern von Ägyptern und Römern schwer unterdrückt wurde, hat mit seinen religiösen Vorstellungen bis heute überlebt. Und nicht nur das: Das Judentum ist Anknüpfungspunkt für Christentum und Islam.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zurück

Kursangebot 2018

Kursangebot 2018


Unser Jahresprogramm 2018 ist ab sofort als PDF zum Herunterladen erhältlich.

Gerne schicken wir Ihnen auch ein gedrucktes Programmheft. Einfach per E-Mail anfordern.

Online-Buchung ist demnächst verfügbar!

Kalender

«   Oktober 2017   »
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
     

weitere ...